Immer mehr deutsche Arbeitnehmer sind vom Job frustriert

48 % der Arbeitnehmer in Deutschland sind mit und/oder an ihrem Arbeitsplatz unzufrieden. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Umfrage im Auftrag von Manpower. Schlechte Bezahlung, mieses Arbeitsklima und/oder der Trend zum Großraumbüro, das sind die Hauptgründe für diesen Umfragetrend. Lediglich 30 Prozent der Befragten würden ihren eigenen Job einem Freund empfehlen.

Noch im vergangenen Jahr hatten 63 Prozent der befragten Beschäftigten angegeben, zufrieden mit dem Arbeitsverhältnis zu sein. Jetzt äußern sich nur noch 52 Prozent weitgehend positiv. Mich verwundert, dass trotz der wachsenden Unzufriedenheit lediglich 43 Prozent der Befragten einen kurzfristigen Jobwechsel ins Auge fassen. Wenn man sich die Gründe für den Arbeitsfrust genauer anschaut, fällt sofort ins Auge, dass die meisten Unzufriedenen nach ihrer Einschätzung zu schlecht bezahlt werden. Daher sehen sich 24 Prozent aller Befragten nach einem Job um, in dem sie mehr verdienen. Weitere Punkte der Unzufriedenheit:

  • Zu wenig Lob und Anerkennung – 15 %
  • Kein Spaß an der aktuellen Arbeit – 11 %
  • Unwohlsein am Arbeitsplatz – 20 %

Positive Aspekte bei den Arbeitszeiten

Laut knapp der Hälfte aller Befragten werden die vereinbarten Arbeitszeiten eingehalten – dies bejahten bei der letzten Studie von Manpower nur  ein Drittel aller Befragten. Zum Thema Homeoffice, Familienfreundlichkeit gibt es hingegen kaum veränderte Tendenzen. Der Aussage „Das Unternehmen ist familienfreundlich“ stimmen ein Viertel der befragten  Arbeitnehmer zu.

Neue Studie: Geld ist Jobmotivator Nummer 1

Der Bonus ist Jobmotivator Nummer Eins. Fast 25 Prozent der Befragten einer neuen Studie der Personalberatungsgesellschaft von Rundtstedt lassen sich von einer Sondervergütung am stärksten motivieren. Direkt dahinter mit 19 Prozent folgt schon die flexible, eigenverantwortliche Arbeitsplanung, wie zum Beispiel im Home-Office arbeiten zu können oder sich die Arbeitszeit frei einzuteilen. Auf Rang 3 im Ranking stehen mit zwölf Prozent zusätzliche Urlaubstage. Der noch vor Jahren so beliebte Firmenwagen ist auf Platz 7 abgerutscht. Laptop und Firmenhandy mit Privatnutzung fallen auf den letzten Platz.

  1. Leistungsbezogene Boni: 25 Prozent
  2. Flexible, eigenverantwortliche Arbeitsplanung: 19 Prozent
  3. Extra Urlaubstage: 12 Prozent
  4. Beteiligungen am Unternehmen: 12 Prozent
  5. Projekte selbst aussuchen können: 9 Prozent
  6. Dienstwagen: 7 Prozent
  7. Sabbaticals nehmen zu können: 5 Prozent
  8. Spezialisierte Fort-, Weiterbildungen oder Coachings: 4 Prozent
  9. Ein eigenes Büro: 4 Prozent
  10. Laptop, Tablet-PC, Mobiltelefon (auch zur privaten Nutzung): 3 Prozent

So interessant das Ranking insgesamt auch ist, so gibt es doch deutliche Unterschiede bei den Geschlechtern. So motiviert laut Umfrage die Männer eine potenzielle Unternehmensbeteiligung deutlich mehr als die Frauen. Während dies 15 Prozent der Männer auf Platz 1 wählten, entschieden sich nur acht Prozent der Frauen für dieses Privileg. Dafür wählten 23 Prozent der Frauen auf Rang 1 flexible Arbeitszeiten als Motivator Nummer 1.

Neue Studie zum Thema Recruiting

Viele Unternehmen sind selbst schuld, wenn es bei der Besetzung von Führungs- und Spitzenpositionen nicht  vorwärts geht. Denn sie lassen die Suche nebenher laufen und vergeben so die Chance, sich einen strategischen Wettbewerbsvorteil zu sichern – so das Ergebnis einer neuen Untersuchungsstudie.

Unternehmen vergraulen die besten Kandidaten, weil sie sich bei der Auswahl zu viel Zeit lassen. Bis überhaupt die ersten Kandidaten ausgewählt sind, seien schon die Besten von ihnen anderweitig untergekommen. Dafür ist die finanzielle Belastung für die letztendlich erfolglose Suche enorm: die internen Kosten für den Rekrutierungsaufwand werden durchschnittlich mit mindestens 10.000 Euro beziffert. Dazu kommen noch Umsatzverluste. Fehlt es an Personal, bleiben Projekte lange unbearbeitet, neue Aufträge müssen abgelehnt werden. Der Umsatzverlust könne sich auf bis zu 200.000 Euro summieren. Außerdem hat die schlechte Personalsuche Spätfolgen: Das überlastete Personal hat irgendwann genug und kündigt.  Das Problem, offene Stellen zu besetzen jedoch bleibt.

Ein klassischer Fehler ist zum Beispiel die geringe Zielgenauigkeit der Personalsuche und/oder die langen Entscheidungswege in der jeweiligen Firma oder Firmenstruktur. Oft wird auch der Bewerberkreis unnötig eingeschränkt, indem die Vorgaben und Positionsbeschreibungen zu eng gesteckt werden.

Wir empfehlen:

Suchen Sie nicht nach Mitarbeitern mit einer ganz bestimmten Fähigkeit, sondern mit Entwicklungsfähigkeit. Einen Headhunter einzuschalten, lohnt sich nicht nur bei Spitzenpositionen. Wir kennen den Markt genau und finden den richtigen Bewerber für Ihre freie Stelle bei erfolgsbezogenem Honorar. Rufen Sie uns einfach an.

Wenn der Headhunter anruft

Es beginnt meist mit einem Anruf: “Können Sie gerade frei sprechen?” Klarer Fall: Am anderen Ende der Leitung spricht ein Headhunter. So ein Anruf am Arbeitsplatz des potenziellen Kandidaten ist rechtlich erlaubt, so ein Urteil des Bundesgerichtshofs (Az.: I ZR 221/01). Aber eben nur zur ersten Kontaktaufnahme. Das bedeutet: Der Headhunter darf das Interesse des Kandidaten an einer neuen Stelle erfragen und die vakante Position kurz beschreiben. Was danach folgt, muss außerhalb des (aktuellen) Arbeitsplatzes und der Arbeitszeit stattfinden. Doch genau hierbei patzen einige Jobwechsler – und spielen den viel umworbenen Star mit übervollem Kalender. Ein fataler Fehler aus unserer Sicht.

Sich rar machen – das funktioniert vielleicht bei frisch Verliebten und Pick-up-Artisten. Bei Personalberatern bewirkt diese durchsichtige Psycho-Strategie eher das genaue Gegenteil und verringert die Vermittlungschancen. Der Denkfehler hierbei: Der Angerufene meint, er könne seinen Marktwert und seine Reputation dadurch steigern, indem er den Unnahbaren spielt: “Ein Termin in den nächsten Wochen? Unmöglich! Viele Termine… Vorstandssitzung… Sie kennen das ja. Also, das geht wohl erst wieder in drei, vier Wochen…”  Ein Riesenfehler! Denn Headhunter lesen aus einer solchen Reaktion in der Regel dreierlei:

  1. Der Kandidat hat gar kein so großes Interesse an einem Jobwechsel oder an der Stelle.
  2. Der Kandidat ist nicht gut organisiert – oder in hohem Maße fremdbestimmt. Also doch gar nicht so wichtig.
  3. Der Kandidat ist ein eitler Wichtigtuer, der auch noch meint, andere mit derlei Rhetorik manipulieren zu können.

Kurzum: Ein solches Manöver ist sofort durchschaubar und geht dann auch meist noch nach hinten los. Wer wirklich wichtig und einflussreich ist, wer gut organisiert und an einem Jobwechsel interessiert ist, kann und sollte es schaffen, innerhalb von zwei Wochen (inklusive Wochenenden) einen Termin für ein persönliches Treffen und Gespräch außerhalb seiner Arbeitszeit zu finden.

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