Neugier-Management

Liebe Kunden, liebe neugierige Interessenten,

heute möchte ich Ihnen an dieser Stelle eine hochinteressante Studie und einige der Kernthesen aus dieser vorstellen. Ich beziehe mich in meinem Beitrag auf „Neugier-Management“ von Andreas Steinle und Carl Naughton, beziehbar über zukunftsinstitut.de für 190€. Auszüge daraus wurden bereits veröffentlicht in der Januar-Ausgabe des österreichischen Maganzins „trend“, wo auch ich darauf gestoßen bin.

Neugier, so die Autoren, ist der Treibstoff für Veränderung und Innovation. Wer die Neugier seiner Mitarbeiter entfacht, kann sich jede Innovationsoffensive eigentlich sparen. Aber wie schaffen wir das, was macht Menschen neugierig? “Die Neugier steht an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.“ Diese klugen Worte werden Galileo Galilei zugeschrieben und haben bis heute unverändert ihre Gültigkeit. Heute zum Beispiel sagt Harvard-Professor Clayton Christensen in seinem Buch „Innovators Dilemma“: Kannibalisiere Dein Geschäft und richte Dein Interesse auf den eigenen Untergang! Klingt etwas irritierend, oder? Doch genau diese Art zu denken braucht es für Innovation, attestiert Professor Christensen. Er beschreibt unter anderem den Wunsch vieler Unternehmer nach Kreativität, Innovationsvermögen und Perspektivenreichtum-und warum sich eine solche Kultur nur allzu oft einfach nicht einstellen will. Er kommt, nicht überraschend, zu dem Ergebnis: Es liegt an der falschen Denkweise! Denn neue Märkte, neue Zielgruppen und Potentiale entdeckt man nicht auf dem geraden Weg, sondern nur wenn man eingefahrene Denksysteme und Muster der eigenen Firma verlässt. Dazu braucht es den Willen, den Mut und die Energie, die Denkrichtung zu verändern und Routinen zu brechen. Der Antrieb, um sich aus den bekannten Strukturen herauszubewegen aber kommt aus einer einfachen Emotion: Neugier.

Das Zukunftsinstitut stellt in seiner aktuellen Studie „Neugier-Management“ die bislang vernachlässigte, aber wichtigste Ressource innerhalb der eigenen Firma vor: die Neugier der Mitarbeiter. Neugier ist „Treibstoff für Innovation“, so die These der Autoren. Sie beschreiben, wie sich in den letzten Jahren parallel zur Innovationsforschung auch die Neugierforschung entwickelt hat. Diese hat herausgefunden, dass der „Neugier-Quotient“ einer Firma, also das Neugierverhalten aller Mitarbeiter, über ökonomischen Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Nur neugierige Unternehmen sind zukunftsfähig. Der Test kann auf der Website www.zukunftsinstitut.de des Instituts durchgeführt werden. Was aber macht Menschen neugierig? „Neugier weckt man durch neue, spannende Herausforderungen und ambitionierte Ziele. Routinen, Dienst nach Vorschrift und autokratische Führung sind das Todesurteil für die Neugier“, so Studienautor Andreas Steinle: „Je weniger Vorschriften und Regeln es gibt, umso besser. Wer Zäune um Menschen baut, muss sich nicht wundern, wenn er Schafe bekommt.“

Reizüberflutung, zum Beispiel durch zu viele, ungefilterte und ungewichtete Informationen, ist allerdings kontraproduktiv. Interesse erregt man nicht durch möglichst viele Reize, sondern mit einer leicht verarbeitbaren Information mit Überraschungseffekt. Während also das Bauchgefühl sagen würde: Sachen werden interessant, wenn wir sie aufpeppen, sagt die Forschung: Sachen werden interessant, wenn sie klar, strukturiert, kohärent und überraschend sind.

Überraschung birgt vor allem der sprichwörtliche „Blick über den Tellerrand“. Für die Innovationsarbeit in Ihrem eigenen Unternehmen bedeutet das, den Radarschirm zu erweitern und Ihre Mitarbeiter direkt dazu zu animieren, links und rechts von Ihrer Branche und von ihrem eigenen Kernarbeitsgebiet zu blicken. Denn das Neue entwickelt sich immer weniger aus einem bestehenden Markt, bekannten Zielgruppen oder erprobten Prozessen heraus sondern aus völlig fremden Gebieten! Personalverantwortliche und auch Headhunter sollten aktiv Ausschau halten „nach Menschen mit ungewöhnlichen Biografien, kreativen Lücken im Lebenslauf und einem reichen Erfahrungsschatz. Denn der Mitarbeiter der Zukunft verknüpft Wissen aus verschiedenen Bereichen. Seine wichtigste Eigenschaft ist Neugier, so Studienautor Andreas Steinle.

Und hier schließt sich auch der Kreis zu den Erfahrungen, die wir bei „die personalabteilung“ sehr häufig machen. Viele Personalverantwortliche, egal ob Inhaber oder leitender Angestellter, scheuen vor Kandidaten zurück, die „verdächtig oft“ den Arbeitgeber gewechselt haben, die „gebrochene“ Biografien haben, weil sie sich zum Beispiel in krass unterschiedlichen Berufen erprobten oder die nach einem Wechsel in die Selbstständigkeit, der aus unterschiedlichen Gründen nicht zum Erfolg geführt hat nun wieder in die Mitarbeiterrolle zurück wollen. Man bevorzugt, ganz allgemein gesagt, i.d.R. Kandidaten mit glatten, linearen Lebensläufen. Hier wünschen wir uns manchmal etwas mehr Mut und Phantasie, denn in den Fällen, in denen wir unsere „ungewöhnlichen“ Kandidaten trotz der o.g. Bedenken platzieren konnten, stellte sich eigentlich immer eine überdurchschnittliche Zufriedenheit unseres jeweiligen Kunden und ein positiver Effekt auf das ganze Unternehmen ein, der über das Normalmaß oft weit hinausgeht. Also, liebe Entscheider, habt Mut, hört auf Euren Bauch und „denkt quer“!

Job- Crafting

Ein neuer Begriff taucht in letzter Zeit immer wieder in Beiträgen zu Personalthemen auf: „Job Crafting“… Da es auch für diesen englischen Begriff keine wirklich sinnstiftende deutsche Entsprechung gibt, möchte ich an dieser Stelle versuchen, das Thema kurz zu umreißen: Die Wortschöpfung stammt von einem Wissenschaftler-Team der Michigan-Universität. „Job Crafting“ (von engl. Craft, von Hand fertigen…) bezeichnet die individuelle Umgestaltung einer aktuellen Arbeitssituation. Die Wissenschaftler haben Erkenntnisse aus der positiven Psychologie genutzt um zu belegen, dass „Job Crafting“ eine gute Methode ist, den gewohnten Arbeitsalltag erfüllender zu gestalten und „nebenbei“ auch noch eingefahrene Prozesse optimaler zu gestalten und die Mitarbeiter-Zufriedenheit zu verbessern. Wie kann man sich das in der Praxis vorstellen? Nun, bereits die Einführung eines täglichen 10-Minuten-Meetings einer Abteilung oder eines Teams, um die Mailflut einzudämmen ist praktiziertes „Job Crafting“. Genauso gut kann man die routinemäßige Aufgabenverteilung im Team neu überdenken oder im Gespräch mit den Mitarbeitern neue Motive für das tägliche „doing“ formulieren: Wofür ist das, was wir täglich tun eigentlich wirklich gut? So ein Perspektivwechsel kann helfen, den eingefahrenen Job-Alltag neu zu bewerten und zu erleben und im besten Fall frische Energie freisetzen.

Fusionen, Unternehmenskäufe & Betriebsübergänge (Mergers & Acquisitions)

Es ist nicht wirklich überraschend, dass ein großer Teil der Unternehmer im deutschen Mittelstand den sogenannten „Baby-Boomer“-Jahrgängen (Mitte der 50ér bis Mitte der 60ér Jahre) entstammen. Nachdem sie über Jahrzehnte ihre Firmen aufgebaut, entwickelt und optimiert haben, steht für viele von Ihnen in den kommenden Jahren der hochverdiente Ruhestand und somit die Übergabe ihrer Lebenswerke an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger auf der Agenda.

Das Institut für Mittelstandsforschung (IFM) in Bonn schätzt in regelmäßigen Abständen die Anzahl der anstehenden Unternehmensübertragungen in Deutschland. Laut der aktuellen Schätzung steht  im Zeitraum von 2014 bis 2018 in rund 135.000 Familienunternehmen die Übergabe an. Von den Übertragungen werden im Fünf-Jahres-Zeitraum etwa 2 Mio. Beschäftigte betroffen sein. Die meisten Übernahmen stehen im Dienstleistungssektor an, gefolgt vom Produzierenden Gewerbe und dem Handel.

Mehr als die Hälfte (54%) der Eigentümer übergeben das Unternehmen an die eigenen Kinder bzw. an andere Familienmitglieder. Weitere 29% der Übertragungen erfolgen an externe Führungskräfte, andere Unternehmen oder weitere Interessenten von außerhalb. Etwa 17% der Familienunternehmen übertragen das Unternehmen an Mitarbeiter. Jeder dieser Lösungswege kann, wenn er sorgfältig geplant und gut vorbereitet ist, für das Unternehmen ein erfolgreicher Schritt in die Zukunft sein, der auch dem bisherigen „Chef“ den Übergang in den Ruhestand leichter macht, da er das Gefühl haben darf, sein Feld gut bestellt zu haben.

Ein typischer und leider weit verbreiteter Fehler, besonders im ansonsten dynamischen deutschen Mittelstand ist jedoch, dass man dieses heikle und ungeliebte Thema verdrängt und vor sich herschiebt oder Lösungen anvisiert, die mit den Beteiligten und Betroffenen (oft den eigenen Kindern), nie sorgfältig und bis zu Ende durchdiskutiert wurden. Im schlimmsten Fall kann am Schluß eines solchen Desasters sogar das Ende eines gesunden Unternehmens stehen, mit allen Konsequenzen für die Familie des Eigentümers, aber auch für die Mitarbeiter und deren Familien.

Bitte bedenken Sie: Fast ein Drittel aller deutschen Mittelstandsbetriebe wird „extern“ übertragen, also außerhalb der Familie oder der Mitarbeiter. Besonders diese fast 8.000 Fälle Jahr für Jahr bedürfen besonders sorgfältiger Planung und Begleitung. Wir verfügen sowohl über die Erfahrung als auch über das Netzwerk, um Sie in diesem sensiblen und wichtigen Themenfeld von Anfang an umfassend zu beraten, zu begleiten und zu unterstützen. Wir kommen sehr gerne zu einem ersten, unverbindlichen und selbstverständlich komplett vertraulichen Vorgespräch zu Ihnen.

Fachkräftemangel

Seit einigen Jahren klagen die Unternehmen, dass es in Deutschland nicht genügend Fachkräfte gibt. Dabei ist das Bewerberpotenzial weit höher, als es den Anschein hat. Für viele Arbeitgeber kommen nur Bewerber mit perfekten Leistungsprofilen in Frage. Sie nehmen lieber Vakanzen in Kauf, statt auch die Kandidaten zu berücksichtigen, die die geforderten Qualifikationen nur zum Teil mitbringen. Dabei wäre es ein Leichtes, noch fehlende Kompetenzen neuer Stelleninhaber mit eigenen Weiterbildungsprogrammen und „Training on the Job“ zu kompensieren.Manchmal ist man auch gut beraten, einen Quereinsteiger in Betracht zu ziehen. Weitverbreitete Vorbehalte gegenüber Kandidaten mit Lücken im Lebenslauf – zum Beispiel Studienabbrecher oder erfolglose Firmengründer – sollten auch abgebaut werden. Im Gegensatz zu Deutschland werden zum Beispiel in den USA ehemals selbstständige, auch wenn sie gescheitert sind, als besonders mutig angesehen.

Es kann sich auch lohnen, Zuwanderer aus dem europäischen Ausland anzuwerben. Deutsche Firmen unternehmen generell zu wenig, um ausländische Arbeitnehmer anzulocken. Deutschland bietet eigentlich sehr gute Voraussetzungen, um ausländische Spezialisten zu gewinnen: Die bürokratischen Hürden sind bei uns niedriger als in anderen Ländern. Wir haben zum Beispiel schon mehrfach Facharbeiter aus dem europäischen Ausland an unsere Kunden vermittelt. Sprechen Sie uns einfach an.

Neue Studie ” Welche Berufsbilder gibt es in der Zukunft?”

Die kanadische Stiftung für Bildungsförderung, “Canadian Scholarship Trust Plan”, wirft einen Blick in die Zukunft. Sie untersuchten aktuelle Trends und entwarfen neue Berufsbilder der Zukunft.Die Stiftung fragte sich, welche Faktoren die Welt, wie wir sie kennen, verändern würden.Folgende Faktoren wurden berücksichtigt:

Demografischer Wandel, Klimawandel, Einwanderung, Digitalisierung, Personalisierung und
Sicherheit.Hier die spannendsten Berufsbilder:

Der urbane Bauer:

Zukünftig werden die Einwohner einer Großstadt von städtischen Landwirtschaftsbetrieben versorgt. Lebensmittel werden nicht mehr von weit her in die Stadt gebracht, sondern sie wachsen direkt vor Ort. Die Landwirtschaftsbetriebe der Zukunft werden als Hochhäuser angelegt sein und auf kleinstem Raum unterschiedliche Nahrungsmittel produzieren.

Abfalldesigner:

Müll und seine Entsorgung ist heute schon ein großes Problem. In den kommenden Jahrzehnten wird sich das Verständnis von Recycling verändern müssen. Zukünftig wird nicht mehr recycelt sonder upcycelt. Aus scheinbar wertlosen Nebenprodukten, soll Nützliches entstehen. Abfalldesigner werden Produktionsprozesse überdenken und Vorschläge entwickeln, wie mit möglichst wenig Müll produziert wird.

Tele-Chirurg

Technischer Fortschritt wird es in Zukunft möglich machen, Menschen von Robotern operieren zu lassen. Dafür wird der Arzt sich nicht mehr im selben Raum mit dem Patienten befinden müssen. Nur noch ein kleines medizinisches Team bereitet den Eingriff vor. Dieser wird dann von einem Roboter vorgenommen, der von einem Chirurgen ferngesteuert wird. Der Chirurg kann dabei hunderte Kilometer entfernt an seinem Rechner sitzen.

Roboterberater

Zukünftig werden Roboter eine größere Rolle in unserem Leben spielen. Es wird Roboter geben, die in der Lage sind zu putzen, zu kochen oder Haustiere zu versorgen. Damit werden sie die Führung eines Haushalts wesentlich vereinfachen. Vor allem ältere Menschen werden davon profitieren, da sie mithilfe der Roboter länger eigenständig wohnen können. Trotzdem werden solche Roboter teuer sein und eine große Investition bedeuten. Dafür wird es Menschen brauchen, die informieren und beratend zur Seite stehen

Verkehrsanalyst

Zukünftig werden Fortbewegungsmittel wie Autos, Busse und Züge von einem Computersystem gesteuert funktionieren. Menschliche Fahrer werden überflüssig. Es wird darum gehen, alle Transportmittel zu koordinieren, aufeinander abzustimmen und die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten. Verkehrsanalysten werden planen, welche Routen Verkehrsmittel nehmen und für einen problemfreien Ablauf sorgen.

Weitere spannende Berufsbilder von morgen finden Sie hier.

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