Die meisten Kfz-Mechaniker sind mit ihrer Bezahlung sehr unzufrieden!

Dies sind Ergebnisse einer eine Online-Umfrage, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) über seine Website www.lohnspiegel.de durchgeführt hat. Ausgewertet wurden die Daten von 494 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, berichtet die Automobilwoche in Ihrem Onlineartikel. Nur jeder Zweite erhält übrigens Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Insgesamt erhält knapp die Hälfte Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Rund 49 Prozent der Befragten gaben an, Weihnachtsgeld zu erhalten und gut 48 Prozent erhielten Urlaubsgeld. Auch bei den Kfz-Mechanikern steigt das Einkommen in der Regel mit der Dauer der Berufserfahrung. Bei einer Berufserfahrung von bis zu einem Jahr beträgt das durchschnittliche Monatseinkommen 2216 Euro, bei mehr als 20 Jahren steigt es auf 2730 Euro. Je größer der Betrieb ist, in dem die Kfz-Mechaniker/innen arbeiten, desto höher ist im Allgemeinen auch das Durchschnittseinkommen. Eine Erklärung dafür könnte dem WSI zufolge sein, dass zum einen die Tarifbindung mit der Größe des Betriebes wahrscheinlicher wird und zum anderen Beschäftigte in Großbetrieben häufiger nicht mehr nach den Handwerkstarifverträgen, sondern denen der Industrie bezahlt werden. 

27 Prozent sind mit Einkommen „überhaupt nicht zufrieden“

Rund 49 Prozent aller befragten Kfz-Mechaniker geben an, im Allgemeinen mehr als vertraglich vereinbart zu arbeiten. Etwa 65 Prozent bekommen dafür eine entsprechende Bezahlung oder Freizeitausgleich. 35 Prozent der Befragten erhalten keine Überstundenvergütung. Rund 92 Prozent der Befragten geben an einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu besitzen, ein hoher Anteil von 98 Prozent arbeitet in Vollzeit. Knapp 50 Prozent geben dabei an, arbeitsvertraglich eine 40-Stunden Woche vereinbart zu haben. Der Großteil der Befragten (83 Prozent) arbeitet zwischen 35 und 40 Stunden in der Woche. Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht zufrieden) bis 5 (in jeder Hinsicht zufrieden) liegen die Durchschnittswerte der Kfz-Mechaniker in den Kategorien Arbeitszufriedenheit, Zufriedenheit mit der Bezahlung, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Menge an Freizeit stets leicht unter den Werten aller befragten Beschäftigten im LohnSpiegel. 26,9 Prozent der Befragten geben an, mit ihrer Bezahlung überhaupt nicht zufrieden zu sein, während nur 3,4 Prozent vollste Zufriedenheit mit ihrer Bezahlung zu Protokoll geben.

Hier geht es zum kompletten Artikel: http://www.automobilwoche.de/article/20160531/NACHRICHTEN/160539987/viele-kfz-mechaniker-sind-mit-ihrer-bezahlung-sehr-unzufrieden

Wer gut verdienen will, muss nicht unbedingt studieren. Mancher Meister verdient mehr als ein Durchschnittsakademiker.

Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, wie kürzlich das Onlineportal www.automobilwoche.de berichtete. Das IW fand heraus: Meister oder Techniker können genauso gut verdienen wie Akademiker – allerdings hängt das von bestimmten Faktoren ab. Unternehmen schätzen dem IW zufolge die Kompetenzen von Fortbildungsabsolventen (FBA), also von Meistern, Technikern, Fach- und Betriebswirten. Und das schlage sich auch im Einkommen nieder, wie eine Auswertung der Erwerbstätigenbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie eine Unternehmensbefragung im Rahmen des IW-Personalpanels 2015 durch das IW Köln zeigen: 28 Prozent der Meister und Techniker haben einen höheren Stundenlohn als ein Durchschnittsakademiker. Rund ein Viertel der Akademiker verdienen weniger als der Durchschnitt der Fortbildungsabsolventen.

http://www.automobilwoche.de/article/20160517/NACHRICHTEN/160519926/einkommen-meister-schlagt-bachelor#.

Talent statt Titel

Die Digitalisierung ebnet neue Wege ins Arbeitsleben. Computerspiele und Eignungstests können die Bewerberauswahl fairer und leistungsgerechter gestalten – oder die Anstrengungen einer langjährigen Ausbildung in 20 Minuten zunichte machen. Abschlussnoten sind wertlos bei der Personalauswahl. Wir haben festgestellt, dass sie rein gar nichts vorhersagen.“ Das Zitat stammt nicht von frustrierten Bewerbern mit schlechten Uni-Zeugnissen, sondern von Laszlo Bock, dem Personalchef von Google. Bocks Aussage steht für einen beginnenden Paradigmenwechsel: Titel eines Bewerbers und das Renommee seiner Hochschule verlieren an Bedeutung, tatsächliche Kompetenzen gewinnen. Eine Entwicklung unterstützt dieses neue Denken maßgeblich: Die Digitalisierung bietet immer bessere Hilfsmittel, um den passendsten Bewerber für eine Stelle zu finden – unabhängig von Noten und Zeugnissen.

Lesen Sie hier den ganzen Beitrag: http://www.xing-news.com/reader/news/articles/259070?link_position=digest&newsletter_id=12658&xng_share_origin=email

Studie liefert (weitere) Empfehlungen zur Gestaltung der Candidate Expirience:

Wir erinnern uns: Candidate Experience nennt man die Erfahrung die potentielle Bewerber mit  dem zukünftigen Unternehmen im Rahmen der Bewerbung machen.Eine Studie liefert jetzt (weitere) Empfehlungen und Erkenntnisse zur Gestaltung der Candidate Expirience und dem Verhalten potentieller Bewerber im Internet:

  • Jeder Dritte sucht mittlerweile Jobs mobil via Smartphone oder Tablet. Bei den unter 26jährigen ist die mobile Jobsuche noch stärker verbreitet: Fast 60% nutzen dafür das Smartphone, 40% auch unterwegs.
  • Mehr als 70 Prozent präferieren die Bewerbung per Email und selbst die Bewerbung per Post (!) schlägt die Bewerbung via Internetformular, für die sich lediglich 13 Prozent erwärmen können. Jeder Zehnte (!) Befragte will auf die Bewerbung zu verzichten, wenn sie ausschließlich über ein Bewerbungsformular erfolgen kann….
  • 53% der unter 30-­Jährigen geben an, Google immer oder meistens für die Jobsuche zu nutzen.
  • 42 Prozent aller Befragten, greifen auf allgemeine Stellenbörsen bei der Jobsuche zurück.
  • Die Befragung zeigt weiterhin auf, wie wichtig das Bewerbungsgespräch für eine positive Candidate Experience ist.
  • Ein weiterer Punkt ist die Durchlaufzeit der Bewerbung im Unternehmen. Die Empfehlung liegt bei maximal 2 Wochen!!

Eine positive Candidate Experience bewirkt, dass Bewerber das Unternehmen auch künftig als Arbeitgeber in Erwägung ziehen. Rund 84 Prozent mit einer positiven Bewertung der Candidate Experience würden sich erneut bei dem Unternehmen bewerben. Bei einer negativen Bewertung würden dies nur 13 Prozent tun. Rund ein Viertel der Befragten teilt die Erlebnisse im Bewerbungsprozess zudem auch weiteren Empfängern über soziale Netzwerke mit oder bewertet die Prozesse auf Arbeitgeberbewertungsplattformen. Die unter 30-Jährigen machen dies mit gut 30 Prozent noch häufiger!

Es lebe das Mittelmaß!

94 Prozent der Collegeprofessoren in den Vereinigten Staaten glauben, dass sie ihre Arbeit besser machen als ihre Kollegen. Und jeder vierte Student ist der Meinung, zum leistungsfähigsten einen Prozent der Studierenden zu gehören. Diese Umfrageergebnisse zitieren die Philosophen Albert Newen von der Uni Bochum und Gottfried Vosgerau von der Uni Düsseldorf in einem Aufsatz für die Zeitschrift „Gehirn & Geist“.

Jedem Leser ist sofort klar, dass die Selbsteinschätzungen schon aus statistischen Gründen falsch sein müssen. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Die meisten Professoren und Studenten sind Mittelmaß. Das liegt nahe. Man kann davon ausgehen, dass Talent und Intelligenz auch in der akademischen Welt normalverteilt sind.

Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit finden sich die meisten Menschen irgendwo um den Durchschnittswert herum wieder. Extreme Abweichungen nach unten oder oben sind selten. Beim Intelligenzquotienten zum Beispiel wird der Mittelwert als 100 definiert. Die große Mehrheit der Menschen weist einen IQ zwischen 85 und 115 auf. Genies und geistig völlig Minderbemittelte gibt es nur sehr wenige; Experten setzen den Anteil auf jeweils zwischen zwei und fünf Prozent an.

Mittelmaß bedeutet nicht Mittelmäßigkeit

Es wäre also keineswegs eine Schande, sich zum Mittelmaß zu bekennen – man befände sich sogar in bester Gesellschaft. Trotzdem wagen es nur wenige. Und kaum eine Firma würde in einer Stellenanzeige auf die Idee kommen, einen mittelmäßigen Ingenieur, einen mittelmäßigen Betriebswirt oder einen mittelmäßigen Juristen zu suchen. Was bei Juristen besonders absurd scheint, weil in ihrem besonderen Notenkosmos nur 15 Prozent eine Note erreichen, die besser als „befriedigend“, also Mittelmaß, ist. Stattdessen reden alle von Hochbegabtenförderung, Exzellenzinitiative und Leistungseliten.

„Mittelmaß heißt nicht Stillstand“

Dabei verwechseln die Exzellenz-Advokaten Mittelmaß mit Mittelmäßigkeit. Mittelmäßigkeit ist in der Tat nicht lobenswert, denn sie bedeutet, dass man Besseres leisten könnte, wenn man nur wollte. Mittelmäßigkeit ist das Resultat von Trägheit und mangelndem Leistungswillen. Mittelmaß hingegen kann das Ergebnis großer Anstrengung sein – die aber an ihre natürlichen Grenzen stößt.

Das lässt sich am Beispiel eines Hobby-Marathonläufers anschaulich machen: Wer die 42,195 Kilometer lange Strecke in um die vier Stunden bewältigt, ist Mittelmaß. Den Weltrekord der Männer erreichte 2008 Haile Gebrselassie in etwa der Hälfte der Zeit, nämlich zwei Stunden, drei Minuten und 59 Sekunden. Aber wer käme auf die Idee, einem solchen Hobbyläufer Mittelmäßigkeit vorzuwerfen? Schließlich musste er für seine Leistung heftig trainieren und gelangte an die Grenzen seiner körperlichen Leistungsfähigkeit.

In den meisten Jobs wären die Top-Kräfte unterfordert

Warum weigern wir uns dann, in der Schule, an der Uni und im Berufsleben das Mittelmaß wertzuschätzen? Die meisten Jobs, die in Wirtschaft und Verwaltung ausgeschrieben werden, verlangen überhaupt nicht nach einem Genie. Die besten Voraussetzungen, um sie erfolgreich zu bewältigen, bestehen in Fleiß, Durchhaltevermögen und Gewissenhaftigkeit – und zusätzlich einem gerüttelt Maß an Frustrationstoleranz. Das gilt für Ingenieure und Fachkräfte, die in Teams an kleinen Verbesserungen bestehender Maschinen oder eines Produktionsprozesses arbeiten, ebenso wie für Juristen, die alltägliche Verträge schreiben und überprüfen müssen.

So sieht das auch die Intelligenzforscherin Elsbeth Stern, Professorin für Lehr-Lern-Forschung an der ETH Zürich. In einem „FAZ“-Interview sagte sie: „Für die meisten Anforderungen auch im akademischen Bereich muss man kein Überflieger sein, und ein Weniger an Intelligenz kann durch ein Mehr an Fleiß ausgeglichen werden.“

Das Mittelmaß neu schätzen lernen

Top-Super-Spitzenkräfte würden bei den meisten Aufgaben in den meisten Unternehmen aus Unterforderung vor die Hunde gehen. Und die meisten Studenten haben mehr von einem mittelmäßigen, aber engagierten Professor als von einem genialen Kopf, der sich nicht um sie kümmert. Vorausgesetzt natürlich, der mittelmäßige Professor bekennt sich zu seinem Mittelmaß und hält sich nicht selbst für ein Genie. (In Wirklichkeit ist der große wirtschaftliche Erfolg Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg nicht einigen wenigen Genies zu verdanken, sondern einem fleißigen Mittelmaß – einem breiten, gut ausgebildeten Mittelstand von Fachkräften, die in normalen Schulen und Universitäten ausgebildet worden sind. Das Gegenbild stellten die USA dar: Sie brachten so viele Nobelpreisträger hervor wie kein anderes Land der Welt. Ein großer Teil der Arbeitskräfte ist hingegen nur notdürftig angelernt.)

Das festzustellen heißt zum einen, dass wir das Mittelmaß neu schätzen lernen müssen. Es hat zum anderen auch Konsequenzen für unsere Bildungspolitik – und zwar jenseits aller traditionellen linken Elitenfeindlichkeit, die auf ideologischen Gleichheitsannahmen beruht. Der deutschen Volkswirtschaft ist am meisten gedient, wenn die Gesellschaft das Gros ihrer Ressourcen in die Förderung des Mittelmaßes investiert. Kurz: in viele gute Schulen und Universitäten statt in wenige Eliteeinrichtungen für eine winzige Minderheit. Den vielen Benachteiligten die Chance zu eröffnen, Mittelmaß zu werden, bringt volkswirtschaftlich gerechnet mehr, als die wenigen Exzellenten noch besser zu machen.

Natürlich brauchen wir weiterhin Eliten. Natürlich können wir auf Exzellenz nicht vollständig verzichten. Die große Mehrheit der Menschen sollte aber selbstbewusst sagen dürfen: Ich bin stolz, Mittelmaß zu sein.

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/wider-den-exzellenz-kult-es-lebe-das-mittelmass-a-748287.html

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